Pressemitteilung – Ausstellungseröffnung »The Real Estate Show« / Vorwürfe des Bildungsdezernats / Gesprächsangebot an Jutta Ebeling und das Bildungsdezernat

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Heute, am 9. Januar 2009 um 19 Uhr eröffenete die Free Class FFM in dem von der Initiative »Faites votre jeu!« betriebenen, selbstverwalteten Kunst- und Kulturzentrum in der Varrentrappstraße 38, ihre Ausstellung »The Real Estate Show«. Gefördert von Städelschule Portikus e.V. zeigt der Zusammenschluss von Studierenden der HfBK Städelschule und der HfG Offenbach noch bis zum 31. Januar ihre Exponate, die in direktem Bezug zu dem besetzten Raum stehen, in dem sie ausgestellt sind.

Die Ausstellung stieß bei den Gästen auf großen Zuspruch und übertraf mit über hundert Gästen alle Erwartungen. Dazu Martin Stiehl, StuPa- und AStA-Mitglied der HfG Offenbach und einer der ausstellenden Künstler_innen: »Ich bin begeistert, was hier in nur einem halben Jahr geschaffen wurde. Auch die Stadt und das Bildungsdezernat müssen endlich einsehen, das dieses Projekt gerade für junge Künstler_innen eine einmalige Chance bietet und es aus dem Frankfurter Kunstbetrieb nicht mehr wegzudenken ist.«

Dazu ergänzte Jeronimo Voss, Student der HfBK Städelschule, der mit einer Projektion von Fotos aus dem Innenraum des Hauses auf die gegenüberliegende Hauswand den öffentlichen Charakter des Hausprojekts verdeutlicht: »Wenn sich die Stadt als Kunst- und Kulturmetropole ernst nehmen, sollte sofort eine langfristige Duldung einräumen und den Nutzer_innen nicht mit gewaltsamer polizeilicher Räumung drohen.«

Nora Wildner, Sprecherin der Initiative nahm bei dieser Gelegenheit Stellung zu den Vorwürfen, die ein Vertreter der Grünen Bildungsdezernentin Jutta Ebeling gegenüber der FAZ geäußert hatte und darin der Initiative mangelnde Gesprächsbereitschaft vorwarf: »Hier zeigt sich deutlich, was im Bildungsdezernat seit unserer Besetzung praktiziert wird: In der Öffentlichkeit gibt man sich kooperativ und wirft uns mangelnde Kommunikationsbereitschaft vor. Allerdings verkehrt dies absolut die Tatsachen: Jutta Ebeling war zum wiederholten Male von uns persönlich dazu eingeladen worden einer Ausstellungseröffnung beizuwohnen und schon Anfang August war ihr angeboten worden, sich selbst ein Bild von unserem Projekt zu machen. Ein von ihrem Referenten Michael Damian zugesagtes Treffen mit ihr war nie zustande gekommen.«

Des weiteren äußerte sich Matthias Schneider, Sprecher der Initiative, zu der Behauptung die Stadt sei weiterhin auf der Suche nach Ersatzobjekten für die Initiative: »Auch davon erfuhren wir – wie so oft – erst aus der Zeitung. Nachdem Jutta Ebeling in Ihrem Brief vom 23. Dezember 2008 behauptet hatte, das angebotene Gebäude in der Lorscher Straße am Rande von Rödelheim wäre für uns geeignet gewesen, haben wir berechtigte Zweifel an der Eignung der angeblichen neuen Ersatzobjekte.« Obwohl sowohl die Lage als auch die räumliche Situation eines Wohnhauses öffentliche Veranstaltungen unmöglich machen würden, hatte Sie das Haus mit der Begründung, es habe einen großen Garten, für geeignet erklärt.

»Man muss bedenken, dass unser Zentrum mittlerweile stark im Stadtteil verankert ist. Außerdem haben wir das denkmalgeschützte Gebäude – für dessen Erhalt die Stadt mindestens sieben Jahren nichts getan hat – immer weiter renoviert, besonders nachdem die Verhandlungen über Ersatzobjekte zuletzt gescheitert waren«, ergänzte Nora Wildner.

Trotzdem zeigte sich Matthias Schneider versöhnlich: »Wir haben dem Bildungsdezernat heute sowohl per Mail als auch telefonisch übermittelt, das wir für ein Treffen am Mittwoch, den 14. Januar grundsätzlich bereit wären. Allerdings macht dieses Treffen aus unserer Sicht nur dann Sinn, wenn auch Jutta Ebeling, die letztendlich alle uns betreffenden Entscheidungen zu fällen und zu verantworten hat, daran teilnimmt. Jetzt ist es an Jutta Ebeling und dem Bildungsdezernat zu zeigen, wie ernst ihnen ihr Gesprächsangebot ist.«

Dem Wunsch des Bildungsdezernats, die Initiative möge das Gebäude bis zum 15. Januar verlassen, erteilte er aber eine klare Absage: »Wir haben nie gesagt, das wir das Haus am 15. Januar einfach verlassen werden und das Anliegen unserer Initiative, selbstverwaltete Räume für Menschen zu schaffen, in denen diese künstlerisch, kulturell und polititsch aktiv sein können, geben wir bestimmt nicht einfach auf. Außerdem geht unser Programm mittlerweile bis weit in den Februar hinein und die Pläne reichen noch viel weiter.«

Anhang:
 Kurzdarstellung »The Real Estate Show«

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