Solidaritätstage gegen staatliche Unterdrückung

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Ausstellungen | Öffnungszeiten | 18. März 2013 | Begleitprogramm | Material | Beteiligte Gruppen

Vorderseite des Flyers

Ausstellungen - Veranstaltungen – Aktionen
Frankfurt am Main // 10.-20.03.2013

Seit 1996 gibt es den bundesweiten Aktionstag 18. März. In der Geschichte der Klassenkämpfe hatte der 18. März mehrfach Bedeutung. Am 18.3.1848 stand das gerade entstehende Proletariat auf den Barrikaden, im Kampf gegen die Junker und Bourgeoise. 23 Jahre später, am 18.3.1871 kam es zum ersten Mal zu einer kurzen Machtübernahme durch die proletarische Klasse in der Pariser Commune. Bis in die zwanziger Jahre dieses Jahrhunderts galt deshalb der 18. März als »Tag der Commune«. Diesen historischen Bezug nahm die Rote Hilfe zum Anlass 1923 den »internationalen Tag der Hilfe für die politischen Gefangenen« auszurufen. 1996 initiierte Libertad! zum ersten Mal wieder einen Tag für die Freiheit der politischen Gefangenen und gegen Repression und staatliche Unterdrückung. Seitdem werden an diesem Tag bundesweit vielfältige Aktionen und Veranstaltungen durchgeführt, die das Thema Repression und politische Gefangene auf die Tagesordnung setzen.

Um auch 2013 in Frankfurt zum 18. März wieder präsenter zu werden, haben sich verschiedene Gruppen zusammen gefunden. Wir wollen am Aktionstag selber aktiv sein, aber auch in den Tagen vorher und nachher Veranstaltungen u.a. machen, um Bewusstsein für die Lage Gefangener und Opfer repressiver Aktionen zu wecken, sie zu unterstützen und generell die Knastgesellschaft infrage zu stellen und für deren Abschaffung einzutreten.

Weitere Infos zu den »Solidaritätstagen gegen staatliche Unterdrückung« und die Ausstellungen, den Veranstaltungen und den Aktionen: www.solidays.noblogs.org

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Ausstellungen

In der Ausstellung wird der Versuch gemacht Aspekte von Repression und Verfolgung mit Ausdrücken der Solidarität zu verbinden. Dabei ist es weniger eine geschlossene Ausstellung als ein Ensemble verschiedener Elemente. In türkischen Gefängnissen erstellte Bilder und Skizzen gefangener kurdischer Aktivist_innen sind ebenso zu sehen, wie in einzelnen Zellen des ehemaligen Polizeigefängnis auf die Situation von politischen Gefangenen in den USA eingegangen wird. Es wird deutlich, dass der (us-amerikanische) Gefängnisindustriekomplex global zu finden ist. Mit der Ausstellung »Die Verlagerung der Welt« wird aufgezeigt, dass Kasernierung, Uniformierung und Vernichtung Ausdruck der Despotie der Moderne sind. Das Lager ist kein neutraler Ort – weder geschichtlich noch geografisch; das Lager aber als Ort kapitalistischer Selektion und Zurichtung hat viele Gesichter. Plakate und Grafiken aus Frankreich verweisen aus aktuelle Anlässe von Solidarität mit Sonja und Christian. Zudem ist die Dauerausstellung zur Geschichte des ehemaligen Polizeigefängnisses Klapperfelds zu den genannten Zeiten geöffnet.

Zudem ist die Dauerausstellung zur Geschichte des ehemaligen Polizeigefängnisses Klapperfelds zu  den genannten Zeiten geöffnet.

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Öffnungszeiten

10. bis 20. März 2013

10. März 2013: 13 bis 16 Uhr
12. bis 15. März 2013: 18
bis 20 Uhr
16. bis 18. März 2013: 13
bis 16 Uhr
19. und 20. März 2013: 18
bis 20 Uhr

Eintritt frei, Spenden erwünscht!

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Aktionstag 18. März in Frankfurt am Main

Solidarität mit den politischen Gefangenen und gegen staatliche Unterdrückung

17 Uhr: Aktive Kundgebung Konstablerwache
 – Kommt pünktlich!
20 Uhr: Solibar im Café ExZess mit VoKü
(VolxKüche – gutes Essen für wenig Geld)

20 Uhr: Solikonzert in Darmstadt mit »Les Nouveaux Mousquetaires – Chansons Internationales«
mehr und Ort auf: redradical.blogsport.de

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Begleitprogramm

Begleitet werden die »Solidaritätstage gegen staatliche Unterdrückung« von einer vielfältigen Veranstaltungsreihe. Bitte beachtet, dass der erste Veranstaltung nicht im Klapperfeld sondern im Café ExZess stattfindet.

Montag, 11. März 2013
20.00 Uhr // Film & Diskussion: »Typ F« – Isolationshaft in der Türkei:
Es wird der Film ›Typ F‹ gezeigt (Regie: Baris Pirhasan, Ezel Akay, Aydin Bulut, Reis Celik, Vedat Özdemir, Türkei 2012 (Dauer: 1:45)). Neun verschiedene Regisseure erzählen neun verschiedene Geschichten von Menschen in türkischen Gefängnissen vom Typ F. Finanziert hat »Typ F - der Film« die Band Grup Yorum mit den Eintrittsgeldern ihres Konzerts in Istanbul im April 2012 mit über 350.000 zahlenden Zuhörern. An der Veranstaltung nehmen auch zwei Mitglieder von Grub Yorum teil.
Im Vorraum wird die Libertad!-Ausstellung »Kein Stammheim am Bosporus« gezeigt, die Teil der Kampagne gegen die Einführung der Isolationshaftgefängnisse (F-Typ) in der Türkei war. Es gibt Infotische und Essen.
Diese Veranstaltung findet im Café ExZess (Leipziger Straße 91) statt.

Dienstag, 12. März 2013
20.00 Uhr // Denn sie wissen, was sie tun: Krieg, Folter & ihre Befürworter_innen: Seit 2001 dauert der so genannte »Krieg gegen den Terror« schon an. Dieser Krieg schützt den Weltmarkt und die »westliche Lebensweise« in den Wohlstandsinseln der Welt. Er ist nicht lokal begrenzt. Er ist Weltinnenpolitik, um die vielfältigen sozialen und politischen Krisen in den Griff zu kriegen. Seinem Wesen nach ist er endlos. Krieg heißt Folter – und Folter ist Krieg gegen die Gesellschaft. Folter ist ein Synonym für Diktaturen – und so versuchen ihre demokratischen Befürworter_innen eine Revision der Sprache, um das Folterverbot zu revidieren. Veranstaltet von Libertad!

Mittwoch, 13. März 2013
20.00 Uhr // Film & Diskussion: »A Good Day to Die«: Dennis Banks war 1968 der Mitbegründer des American Indian Movement (A.I.M.) um die Aufmerksamkeit auf die Notlage der indigenen Bevölkerung in Minneapolis, Minnesota zu lenken. Der Film bietet Einblicke in Dennis Banks' Leben, beginnend mit frühen Erfahrungen in Internatsschulen, über seine Militärzeit in Japan, die Zeit im ›Stillwater State Prison‹, die seine Veränderung hervorbrachte und die anschließende Gründung einer Bewegung, die durch konfrontative Aktionen in Washington DC, ›Custer South Dakota‹ und ›Wounded Knee‹, das Leben der indigenen Bevölkerung für immer veränderte. Veranstaltet von Free Leonard Peltier

Donnerstag, 14. März 2013
20.00 Uhr // Folterprotokolle & Kronzeugenlügen – Sechs Monate RZ-Prozess in Frankfurt: Der Prozess gegen Sonja und Christian läuft nun seit sechs Monaten, in denen die Verlesung von Folterprotokollen durchgezogen und Beugehaft angedroht wurde. Ein widersprüchlicher Kronzeuge und Zeug_innen ohne Erinnerung wurden befragt und das widerspenstige Publikum wurde mit Strafe bedroht oder gleich ausgeschlossen. Es ist also an der Zeit für einen Rückblick zum bisherigen Verlauf, für eine vorläufige (politische) Beurteilung und für Prognosen – aus der Sicht des Solikomitees und der Anwält_innen. Veranstaltet vom Solikomitee für die Freiheit von Sonja & Christian

Freitag, 15. März 2013
20.00 Uhr // Von 1848, über die Pariser Commune zum Aktionstag 18.März: Welche Bedeutung hatte dieses Datum in der Geschichte der Klassenkämpfe. Die Daten 1848, 1871, 1923  stehen für Kämpfe, Aufbrüche, Niederlagen und Solidarität. Darauf bezieht sich der bundesweite Aktionstag bewusst und will auch die Erinnerung daran wach halten. Warum reicht ein Aktionstag der Solidarität gegen staatliche Unterdrückung nicht, ist aber ein Anfang. Was ist seit der Ausrufung 1996 geschehen – und wie können wir unsere Solidarität in den Alltag einbinden. Veranstaltet von Libertad!

Mittwoch, 20. März 2013
20.00 Uhr // Film & Diskussion: »Hinter diesen Mauern« (BRD 1996, 70 min., von Heike Kleffner und Jule Burjes): Mumia Abu-Jamal, der schon als 15jähriger in der Black Panther Party aktiv und seit Anfang der 1970er Jahre für seine engagierte Radioberichterstattung bekannt war, wurde 1982 in einem skandalös unfairen Prozess zum Tode verurteilt, weil er angeblich einen Polizisten ermordet hatte. Der Film dokumentiert durch ein Interview mit Abu-Jamal, durch Gespräche mit Weggefährten, Familienangehörigen, Prozessbeteiligten und Archivmaterial wesentliche Teile seiner Biografie, den Prozessverlauf und den langen Kampf um Leben und Freiheit von Mumie Abu-Jamal. Es wird auch aktuelle Informationen zu Mumie und seiner Situation geben. Veranstaltet von Free Mumie Rhein-Main

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Material

Banner
Wenn ihr wollt, könnt ihr die »Solidaritätstage gegen staatliche Unterdrückung« gerne auf euren Websites verlinken. Dafür könnt ihr die hier abgebildeten Banner verwenden – einfach den Code unter den Bannern kopieren und an der entsprechenden Stelle eurer Website einfügen. Danke!

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Flyer und Plakate
Wenn Ihr uns bei der Verteilung des Werbematerials unterstützen wollt, könnt Ihr gerne Flyer und Plakate im Klapperfeld abholen.

Flyer
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Plakat
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Beteiligte Gruppen

Cuban 5
Free Leonard Peltier, Support Native American Resistance
Free Mumia Rhein-Main
Libertad!
Rote Hilfe Frankfurt/Main
Solikomitee für Freiheit und Glück Sonja und Christian
Tayad Komitee
Verband der Studierenden aus Kurdistan e.V. (YXK)

bundesweite Seite zum Tag der politischen Gefangenen

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Sprache

Deutsch (DE-CH-AT)English (United Kingdom)

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