Pressespiegel

Zur Chefin-Sache machen

Artikel vom:
16.01.2009
Quelle:
Main-Echo Aschaffenburg
Autor:
Eugen Emmerling
Kategorie:
Zeitung

ZWISCHENRUF

Frankfurts Schuldezernentin Jutta Ebeling, steckt in einem klassischen Dilemma. Einerseits gehören die Sponti-Hausbesetzungen der 60er und 70er Jahre zu den Gründungsmythen ihrer Grünen-Partei gerade in Frankfurt. Andererseits wird der CDU-Koalitionspartner keine illegale Hausbesetzung hinnehmen, und sei sie so freundlich wie die der Kulturinitiative in Bockenheim.

Kein Zweifel, die Stadtverwaltung hat geschlampt, als sie ein wertvolles denkmalgeschütztes Haus sechs Jahre leer stehen und verkommen ließ. Doch 200 Quadratmeter Schulräume wären für die vorgesehenen 1,5 Millionen Euro durch einen Neubau an anderer Stelle auf dem weitläufigen Gelände deutlich leichter zu schaffen, als in der verwinkelten Villa, die jetzt die Kulturinitiative wieder instand gesetzt hat. Es wäre hoch an der Zeit, dass Bürgermeisterin Ebeling nicht länger delegiert, sondern die Hausbesetzung endlich zur Chefin-Sache macht, um ernsthaft eine Lösung zu finden, die weder auf Kosten der Schule, noch auf die der engagierten jungen Künstler geht.

Denn die würden in Frankfurt nach einem Rauswurf kaum bezahlbare Atelier- und Ausstellungsräume finden.

Eugen Emmerling

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