Pressespiegel

Faites votre jeu – Machen sie ihr Spiel!

Artikel vom:
17.08.2008
Quelle:
Schwarz auf Weiss
Autor:
Ultras Frankfurt 1997
Kategorie:
Zeitung

Schwarz auf Weiss
- offizielles Organ der Ultras Frankfurt 1997 -
# 48: SG Eintracht Frankfurt – Herta BSC Berlin (17.08.08)

Der Kampf um Freiräume – nicht nur für aktive Fußballfans und vor allem Ultras ist dies ein allgegenwärtiges Thema. Auch in Sachen Kultur und Kunst sieht es für junge Leute in unserer Stadt immer düsterer aus. Hohe Mietpreise verhindern, dass junge Künstler Räume finden, in den sie arbeiten, proben, sich ausleben oder ihre Kunst machen können. Jugendzentren werden geschlossen oder kommen mit ihren finanziellen Mitteln kaum noch zu recht, auch »legale Wände« für Graffiti-Sprüher sind in Frankfurt kaum vorhanden – ein Armutszeugnis für eine Stadt die sich als »aufgeschlossen und weltoffen« darstellen möchte. Das Geld investiert man lieber in Unmengen sinnloser Bauvorhaben und die Beseitigung illegaler Graffitis.

Einige Leute hatten den Zustand satt und packten an, statt sich bloß zu beschweren. Da es genügend Räumlichkeiten im Besitz der Stadt sind, die leer stehen und seit Jahren ungenutzt sind, entschloss man sich, seinen Raum einfach zu nehmen. Als Objekt wurde das ehemalige Jugendzentrum in der Varrentrappstraße 38 in Bockenheim ausgewählt. Das Haus wurde schon einmal vor 30 Jahren besetzt und zu einem unabhängigen und selbstverwalteten Jugendzentrum aufgebaut. Als sich die damaligen Initiatoren langsam zurückzogen setzte die Stadt Sozialarbeiter ein um das Jugendzentrum zu leiten. Dies war der Stadt aber mit der Zeit zu teuer und das Haus wurde geschlossen.

Es ist somit also nicht die erste Besetzung, die das Haus seit dem 02. August erlebt. Inzwischen konnte eine Duldung seitens der Stadt bis zum 15.01.09 erwirkt werden, die Renovierungsarbeiten sind in vollem Gange und die härtesten Bewährungsproben der Anfangszeit (Drohende Räumung in den ersten Nächten durch die Polizei und eine »Sicherheitsprüfung« durch die Stadt) dürften genommen sein. Auch die erste Ausstellung hat mittlerweile begonnen: Politische Graffitis aus Lateinamerikasamt ihrer Geschichte, die von der Film- und Fotojournalistin Jaška Klocke festgehalten wurden, können noch bis zum 31. August betrachtet werden. Außerdem gibt es regelmäßige Kneipen- und Filmabende.

Bleibt zu hoffen, dass die Bemühungen der Initiative von Erfolg gekrönt wird und sich das JUZ Bockenheim wieder zu einer festen Institution im Frankfurter Stadtbild entwickelt.

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