Pressespiegel

Im Brennpunkt

Artikel vom:
11.09.2009
Quelle:
Frankfurter Rundschau (FR)
Autor:
Georg Leppert
Kategorie:
Zeitung

Frankfurts Polizei

Der neue Chef des Ersten Polizeireviers in der Frankfurter City. (Bild: FR/Schick)
Der neue Chef des Ersten Polizeireviers in der Frankfurter City. (Bild: FR/Schick)

Mit der Opposition im Iran kennt sich Felix Paschek mittlerweile aus. Es gibt Monarchisten, Kommunisten, Studenten, und bisweilen sind diese Gruppen nicht friedlich zueinander. Paschek durfte das schon beobachten - bei Demonstrationen gegen das Regime in Teheran, die in der Frankfurter Innenstadt stattfanden. Als Einsatzleiter der Polizei hatte er für Ordnung zu sorgen. »In so einer Situation muss man sich als Polizist plötzlich mit den Verhältnissen im Iran auskennen«, sagt der Polizeioberrat, seit kurzem Chef des 1. Reviers aus der Zeil und mit gerade einmal 33 Jahren der jüngste aller Dienststellenleiter in Frankfurt.

Er hätte es sich einfach machen können. Nach dem Studium an der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster arbeitete Felix Paschek im hessischen Innenministerium. Zunächst im Lagezentrum der hessischen Landesregierung, einer Art Bindeglied zwischen der Politik und der Polizei, später dann als Referent für politisch motivierte Kriminalität und Luftfahrtsicherheit. Auf so einem Posten kann man alt werden, ohne jemals wieder mit Junkies, Dealern, Ladendieben und Krawallmachern zu tun zu haben.

Viele Demonstrationen

Doch nach drei Jahren im Ministerium, »einer sehr guten, sehr interessanten Zeit«, wollte Paschek zurück nach Frankfurt, wo er geboren wurde, wo er zur Schule ging, wo er im 14. Revier in der Nordweststadt seine Karriere begann. »Ich wollte Personalverantwortung tragen«, sagt der Dienststellenleiter. Die hat er jetzt. Paschek ist Chef von 130 Beamtinnen und Beamten. Die mit Fotos der Kollegen verzierte Übersicht der Dienstgruppen, die an der Wand seines Büros hängt, reicht fast bis zur Decke.

Doch musste es unbedingt das 1. Revier sein, das Innenstadt-Revier, in dem die Kriminalitätsbelastung besonders hoch ist? Ja, sagt Paschek: »Hier ist immer etwas los, jeder Tag bringt neue Herausforderungen.« Und dann erzählt er von seinem Alltag. Von den vielen Demonstrationen in der Innenstadt.

Dumme Sprüche unerwünscht

Fast jeden Tag gibt es irgendwo eine kleinere Versammlung, dazu kommen regelmäßig größere Protestzüge. Von der Kriminalität an der Konstablerwache, die dank der Videoüberwachung zurückgegangen sei. Dennoch sei die »Konsti« nach wie vor Umschlagplatz für Haschisch. Von den Einzelhändlern, mit denen er regelmäßig über die Problematik des Ladendiebstahls spricht. Und von der Kulturinitiative »Faites votre jeu«, die ins ehemalige Gefängnis an der Klapperfeldstraße gezogen ist. Mit den jungen Leuten gebe es keine Probleme, nur die beleidigenden Sprüche an der Hausfassade (»Fuck the police«) müssten verschwinden. »Die sind nicht hinnehmbar.«

Felix Paschek hat schnell Karriere gemacht. Sehr schnell. Mittlerweile ist er schon so weit, dass er sein Wissen als Lehrbeauftragter an der Verwaltungsfachhochschule weitergibt. Und in einer Broschüre der Polizei wirbt er mit seinem Foto für den höheren Dienst. Natürlich werde man als junger Dienststellenleiter »erst einmal beäugt«, sagt Paschek. »Aber das gibt sich, wenn man die Arbeit gut macht.«

Quelle: http://www.fr-online.de/frankfurt_und_hessen/nachrichten/frankfurt/?em_cnt=1938648&

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